Montag, 15. August 2011

Venezuela Teil 2

Ich werde mich noch bis übermorgen hier rumtreiben. Heute war ich auf der Isla Sombrerro..wichtig ist bei der Aussprache das R zu rollen wie es sonst noch geht :-). Gestern abend war es noch lustig. Nach einem guten Grillteller mit frischem Fisch in einem kolumbianischen Restaurante gings an die Hafenmole. Dort trifft sich alles. Der gemeine Venezulaner fährt ja  - da Benzin hier nichts kostet, üblicherweise einen V8. Da aber alle einen V8 fahren, kann der Mann sich nur über die Lautsprecheranlage definieren. Also besteht der Kofferraum aus einer großen Box. Am Abend wird der Kofferraum geöffnet und mit 4000 Watt langsam die Straße hochgefahren und ab und zu stehengeblieben. Erinnert etwas an die Faschingswagen bei uns ;:-) am Hafen dann werden die Autos mit Heck in Richtung Fußgänger geparkt und aufgedreht was das Zeug hält. Dann tanzt die Wagenbesatzung vor dem Auto oder bleibt cool bei einem Bier drin sitzen und man beobachtet und wird beobachtet. Aha.. so geht das hier...

Heute gings auf die Isla - die vom Festland weitest enfernteste Insel - ein Traum aus blauem Wasser, feinem Karibiksand und Palmen hab ich auch so meine Entdeckungen über den Venezuelaner und dessen Frau machen können. Der Mann hier ist ein echter Macho. Man liegt hier nicht mit Handtuch in den Sand - wenn liegen dann so - nix Handtuch. Der Mann sitzt maximal in einem Campingstuhl unter einem Sonnenschirm. Die dunkle Sonnenbrille ist obligatorisch, die Baseballmütze auch. Je nach Vererbung in der rechten oder linken Hand ein kaltes Bier. Was der Mann hier unbedingt braucht - ohne das ist er wirklich nur ein halber Mann, ist die Kühlbox :-)... (natürlich voll mit Bier). Diese steht je nach Veranlagung (siehe oben) rechts oder links von dem Mann. Auf der gegenüberliegenden Seite der Kühlbox liegt die Frau bzw. sitzt in einem Liegestuhl. Sie hat auch ein Bier in der Hand und trägt üblicherweise einen String. Je nach Geldbeutel des Mannes ist sie von übergewichtig bis gut aussehend bzw. mit dickem Geldbeutel eine Rakete die seinesgleichen sucht :-) Auch nach Dicke des Geldbeutels befindet sich vor dem Mann entweder ein Ghettoblaster aus dem Salsa oder so ein Karibiksalsamix kommt oder aber im Wasser eine kleine Jacht aus dessen kleiner 40000Watt Anlage (siehe der Venezuelaner am Abend..) Salsa oder ein Karibiksalsamix kommt. Die Musik ist so laut, dass die Verwandtschaft im 400km entfernten Caracas auch noch hören soll, wie gut es einem grad geht.  Abseits des Hauptstrandes hat man es aber sehr ruhig und gemütlich unter einer der vielen Kokospalmen. In der Luft fliegen Albatrosse mit mächtigen Flügeln umher und unter Wasser gibts schöne Korallen und Fische zu beobachten. Da dies so schön war, werde ich morgen gleich nochmal 9 Euro Fahrtgeld setzen und mit einem Boot die 40min über das Meer dorthin schippern. Mit Sand in den Ohren .ahoi nach Deutschland.

1 Kommentar:

  1. Hallo CoCo, Dir scheint es wirklich gut zu gefallen. Würde gerne mit Dir reisen - aber man kann nicht alles machen. Schreib regelmäßig Deine Blogs damit ich Dir zumindest virtuell nachreisen kann. HM

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